FAQ | DVD Studio Pro

DVD Produktion mit DVD Studio Pro

Infos, Updates und Workarounds
im Umfeld von DVD-Produktion mit DVD Studio Pro und Final Cut Pro.

Zu dieser Rubrik ...

Diese Seite wird zwar gelegentlich immer mal auf einen neuen Stand gebracht, dennoch wird es über kurz oder lang mal vorkommen, daß Links nicht mehr funktionieren oder technische Angaben sich ändern. Sie helfen mir in solchen Fällen sehr mit einer Nachricht.

Vielen Dank an dieser Stelle an Prof. Uli Plank vom Institut für Medienforschung (Braunschweig) für einige Tips auf dieser Seite und das sehr empfehlenswerte Buch »DVD Studio Pro 3.0«, das Anfang 2005 erschien und das auch für DVD SP 4 uneingeschränkt nutzbar ist.

MPEG2/AC-3 Basis

Läßt sich MPEG-2 unter OS-X wiedergeben?
Wie kann ich AC-3 Audiospuren mit QuickTime wiedergeben?
Was unterscheidet MPEG Elementary Streams, Program Streams, System Streams?
Warum gibt es Qualitäts- und Wiedergabeprobleme mit AVI-Dateien?

DVD-RIP

Wie kann ich vorhandenes DVD-Video-Material für eine eigene DVD-Produktion weiterverwenden?
Wie lassen sich VOB-Dateien von DVD's demultiplexen?

MPEG2 Konvertierung/Encoding

Warum lassen sich Marker in DVD Studio nicht framegenau setzen?
Wie läßt sich mit der 2GB Größenbegrenzung einiger Programme und Filesysteme bei MPEG2 umgehen?
Läßt sich defekter MPEG2-Timecode reparieren?
Was tun, wenn DVD Studio Pro meine m2v-Dateien nicht importiert?
Wie kann ich eine optimale MPEG-2 Videoqualität erzeugen, wenn bei größeren Filmen der Speicherplatz knapp ist?
Welche Datenrate stelle ich beim MPEG-2-Encoding ein? (Bitbudget)
Wie bekomme ich Flash-Animationen so gut wie möglich auf eine DVD-Video?

Audio Encoding

Welches Audioformat ist für die DVD-Video zu empfehlen?
Wie stellt man das AC-3-Encoding in A.Pack ein?

OS-X MultiUser, Dateitransfer

Wie installiere ich unter MacOS X eigene Anwendungen, wenn ich keine Administratorrechte besitze?
Wie kann ich umfangreiche Videodaten zwischen MacOS X und Windows/Linux/Unix kopieren?
Wenn ich ein DVD-Projekt einschliesslich Assets auf einen externen Datenträger bewege, gehen die Asset-Verlinkungen verloren. Wie bringe ich ein DVD-Studio-Projekt einschliesslich verbundener Assets auf eine DVD-ROM

Import von analogem Filmmaterial

Wie lassen sich analoge Hi8-Filme möglichst einfach in FinalCut Pro importieren?

DVD-Video Design

Warum sind meine Menüs bei der Wiedergabe auf einem Fernseher beschnitten? Auf einem Software-DVD-Player am Computer werden Sie korrekt angezeigt.
Warum werden meine in Photoshop erstellten Menüs (720x576 Pixel) beim Import in Finalcut Pro oder DVD Studio Pro verzerrt dargestellt?
Wie gehe ich vor, um Fotografien für das PAL-Fernsehen einzuscannen und vorzubereiten (z.B. für eine DVD-Slideshow)?
Warum reagiert der DVD-Player langsam, warum funktionieren Mouseover-Effekte auf dem PC nicht? (Ebenenmenüs bzw. Echtfarbmenüs!)
Wie erzeugt man Motion Menüs auf einer DVD-Video?
Warum werden meine Overlay-Grafiken verschoben dargestellt, obwohl sie in Photoshop exakt angelegt sind?
Wo finde ich brauchbare Gestaltungsvorlagen für DVD-Verpackungen, Labelfilm, Logos usw.?

Consumer Player + Kompatibilität

Beim Testen der gebrannten DVD's auf Consumer-Playern treten Probleme bei der Navigation auf. Woran kann das liegen und was kann man dagegen tun?
Gibt es DVD-Rohlinge, die sich für das Abspielen auf Consumer Playern besonders eignen?
Das Videomaterial sieht beim Abspielen auf dem DVD-Player am TV zu dunkel aus. Wie kommt das?

DVD Studio Pro Scripting + Kompatibilität

Meine Variablen werden auf einigen Playern leider nicht korrekt gesetzt, obwohl das Debug im Preview einwandfrei funktioniert. Was kann ich tun?

Untertitel

Kann ich vorhandene Untertitel-Texte in DVD Studio importieren?
Wie kann ich meine MPEG2 und AC-3 Daten für die Untertitelung benutzen?
Warum werden Untertitel unscharf oder verzerrt dargestellt?

Andere Quellen

DVD Studio Pro 4 Support Overview
DVD Studio Pro 1.5: Frequently Asked Questions
Final Cut Pro 3.0.2: How to Export Chapter Markers to DVD Studio Pro 1.5
DVD Player 3: How to View DVD Content on Other Media (Open VIDEO_TS)
DVD Studio Pro: Audio/Video Sync Drifts During Preview
DVD Studio Pro: Requirements for Importing Multi-Segment MPEG-2 Streams
QuickTime MPEG Encoder and Field Dominance of DV Clips
Interlacing: How To Prevent Jagged Lines in Video
Final Cut Pro: Field Dominance Discussion
About Anamorphic 16:9 Media

Weitere Nützliche Links

MPEG2 Basics

MPEG-2 unter OS-X wiedergeben
Der QuickTime-Player spielt aus lizenzrechtlichen Gründen von Haus aus keine einzelne MPEG-2-Datei ab. Sofern man DVD SP ab Version 2 installiert, wird auch ein MPEG-2-Wiedergabecodec für QuickTime eingespielt. Für die Audioausgabe wird hier momentan nur Stereo unterstützt.
Eine andere Lösung bietet sich mit der für viele Wiedergabezwecke sehr empfehlenswerten Freeware VLC (VideoLAN-Client) unter MacOS X. Diese spielt u.a MPEG-2 Streams ab (auch multiplexed: MPEG-2 mit Ton in einer Datei, siehe auch unten). Obendrein spielt VLC auch noch DVD, VCD, SVCD und auch VOB Files direkt von der Festplatte ab, außerdem AC3. VLC gibt es auch für andere Plattformen (Debian GNU/Linux i386, PowerPC, RPMx86; BeOS, Windows).

Wie kann ich AC-3 Audiospuren mit QuickTime wiedergeben?
Wer auf QuickTime verzichten kann, kommt auch hier mit mit der Freeware VLC von VideoLAN (nicht nur unter MacOS X) weiter. Alternativ kann man den AC-3 Codec von Adrian Bourke zur Wiedergabe in QuickTime integrieren.

Was unterscheidet MPEG Elementary Streams, Program Streams, System Streams?
Verschiedene MPEG-Dateiformate bieten die Möglichkeit, einzelne Videotracks mit Tonspuren zusammen in einem Container zu speichern. Diese Files sind "multiplexed" und werden auch als Program- oder System Streams bezeichnet. Ein reines MPEG-Video-File bezeichnet man auch als Elementary Stream.

Warum gibt es Qualitäts- und Wiedergabeprobleme mit AVI-Dateien?
Zunächst die grundsätzliche Frage: Warum möchten sie für die DVD-Produktion unbedingt AVI-Dateien erstellen?
AVI ist ähnlich wie QuickTime ein Dateiformat, das als Containerformat unterschiedliche Codecs enthalten kann (z. B. Cinepak). Das AVI-Format ist jedoch in Bezug auf Qualität der Codierung und flexibler Verwendung von Codecs im Vergleich zu moderneren Datenformaten (QuickTime, Windows Media) und deren Codecs (z.B. Sorenson3, MPEG-4) etwas »angegraut«, und daher für professionelle Zwecke nur bedingt einzusetzen. Die Codec-Frage erklärt möglicherweise die schlechte visuelle Qualität Ihres Materials.
Wenn Sie AVI als Transport-Container bspw. von Premiere aus benutzen, der Ton aber unter QuickTime nicht oder nicht korrekt wiedergeben wird, kann evtl. der Divx Doctor helfen.
Beim Export aus einem Bearbeitungsprogramm (wie etwa aus Premiere) ist es unkompliziert, den QuickTime Container zu benutzen, wenn an eine Weiterverarbeitung mit FCP oder anderen QuickTime-basierenden Programmen gedacht ist.

DVD-RIP

Vorhandenes DVD-Video-Material für eine eigene DVD-Produktion weiterverwenden
Wenn Videomaterial von einer DVD-Video weiterverarbeitet werden soll, muß zunächst geklärt werden, ob das Material urheberrechtlich geschützt ist. Nur wenn die Rechtefrage klar ist, gibt es zwei technische Lösungsansätze:

1. Das Material soll unbearbeitet in dem neuen Titel weiterverarbeitet werden (ggf. Ansteuerung einzelner Sequenzen über Chapter/Stories). Das ist der einfachste Fall, denn DVD Studio Pro ab Version 3 importiert auch VOB-Dateien.

2. Das Material der DVD soll/muss aus unterschiedlichen Gründen (Material zu lang, Neuschnitt, Einfügen von Titeln/Überblendungen usw.) noch weiterbearbeitet werden, z.B. mit FinalCut Pro oder mit Premiere.
Das macht die Sache etwas komplizierter, denn weder FinalCut Pro, noch Premiere unterstützen derzeit den zufriedenstellenden Schnitt von MPEG2-Videomaterial. Also müssen die MPEG-2-Dateien konvertiert werden. Das Format der Wahl heisst hier DV, was als einziges Format schon die von der DVD geforderte PAL- bzw. NTSC-Auflösung (720 x 576/ 720 x 540) und damit auch meist ausreichende visuelle Qualität bietet (und sich ganz nebenbei auch problemlos in FinalCut Pro oder Premiere bearbeiten lässt). Dieses Format hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: DIE DATEIEN WERDEN VERGLEICHSWEISE GROSS! Ein DV-Stream mit Audio hat eine typische Datenrate von 3,5 MByte/Sek., d.h. für eine Stunde Material benötigen Sie etwa 12 GB Festplattenplatz, das sind für 1 Minute allein rund 200 MB! Diese Konvertierung (und den anschliessenden Schnitt) sollten Sie mit ausreichend eingeplantem Plattenplatz erledigen, ein Werkzeug der Wahl dafür wäre z.B. Compressor. Wenn Sie dann den DV-Stream fertig berechnet haben, ist dieser noch ohne Ton, diesen können Sie dann z.B. mit dem Quicktime Player Pro in den Film einfügen. Sollten Sie AC3-Material als Audio haben, empfiehlt es sich möglicherweise, diesen in ein Stereo-Signal zu konvertieren. DVD-Studio-Pro (bzw. das Zusatzprogramm A.Pack in früheren Versionen) bietet solche Möglichkeiten.
Nach dem fertigen Schnitt können sie die so entstandene DV-Datei mithilfe von Compressor oder der Export-Funktion des Quicktime Player Pro in eine MPEG-2 Video Datei und eine Audio-Datei wandeln.
Eigentlich doch ganz einfach, oder?

VOB-Dateien von DVD's demultiplexen
Wenn Videomaterial von einer DVD-Video weiterverarbeitet werden soll, muß zunächst geklärt werden, ob das Material urheberrechtlich geschützt ist.
Für das MacOS gibt es verschiedene Tools, die das Material von der DVD bzw. aus VOB-Dateien in Einzelteile wandelt (siehe unten).
Nach dem Extrahieren einer VOB-Datei (das ist ja ein gemultiplexter Datenstrom, der Menüs, MPEG-2-Video, DVD-Audio (PCM, AC-3) sowie Subtitle-Tracks enthält) mithilfe eines entsprechenden Programmes fallen in der Regel auch genau diese Bestandteile an. Außer den MPEG-2 Video-Streams (.m2v) sowie den Audio Streams als PCM (.wav/.aif) oder als Dolby Digital 5.1 AC-3 (.ac3) Dateien können die anderen extrahierten Dateien gleich gelöscht werden, da diese vom DVD Studio Pro nicht verarbeitet werden können.
Die Programme für den Mac:
- MacMPEG2Decoder: MPEG2 (VOB) in QuickTime wandeln (aus der Codec-Schmiede 3ivx!)
- OSEx: DVD Ripper für MacOS X
- bbDEMUX: MPEG & VOB Extractor für Mac OS (9/X)
- mAC3dec: AC-3 Konverter für Audio
- DVDExtractor: liest komplette DVDs aus und erlaubt Auswahl verschiedener Betandteile einer DVD/VOB-Datei.
Wem es nur um die DVD-Kopie geht wird vielleicht mit dem Transcoder von Hillman Minx glücklich.
Umfangreiche deutschsprachige Anleitungen zum Thema DVD-RIP auf dem Mac finden sich bei macmercy. Eine andere Seite mit Anleitung (und weitere Software) findet sich hier.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß praktisch alle kommerziell angebotenen DVD's urheberrechtlich geschütztes Material enthalten, das ohne ausdrückliche Zustimmung der Rechteinhaber nicht weiterverwendet werden darf, auch nicht für Ausbildungszwecke. Wir empfehlen bei solchen Vorhaben, unbedingt vorher die schriftliche Erlaubnis der Firmen einzuholen.

MPEG2 Konvertierung/Encoding

Warum lassen sich Marker in DVD Studio Pro nicht framegenau setzen?
Framegenaue Marker sind aufgrund der MPEG-Codierung nicht möglich. Marker werden immer auf dem nächstliegenden i-Frame platziert. Das kann eine Abweichung von 12-18 Frames, also etwa eine halbe Minute bedeuten.
Seit Finalcut Pro Version 3.02 ist es möglich Marker framegenau zu exportieren (siehe oben). Bei der MPEG-Codierung werden dabei an den Markern iFrames gesetzt.

Wie kann ich eine optimale MPEG-2 Videoqualität erzeugen, wenn bei größeren Filmen der Speicherplatz knapp ist?
Wenn Filme von mehr als einer Stunde auf eine DVD-R (G) 5 mit 4,7GB Bruttospeicherplatz passen sollen, ist meist eine Reduktion der Datenrate beim Encodieren notwendig, was auf Kosten der Videoqualität geht. Um volle Kontrolle über die Qualität des Materials zu bekommen, sollte man Compressor verwenden und das höherwertige aber auch langwierige 2-Pass-Encoding verwenden.
Wenn das Encoding in DVD SP erledigt werden soll (was eben nur bedingte Kontrolle ermöglicht), sollte hier in den Voreinstelungen die globale Encoding-Qualität eingestellt werden.
Manchmal kann es auch helfen, mal einen anderen Encoder auszuprobieren. TMPGenc für Windows liefert exzellente Ergebnisse und ist erstaunlicherweise der günstigste Encoder am Markt (30 Tage Testversion).
Ein anderer Aspekt wäre, sich die Audiocodierung mal vorzunehmen. Wenn unkomprimiertes PCM Stereo eingesetzt wird, "verschenkt" man viel Platz. MPEG2 Audio Coding oder AC-3 Stereo sparen hier viel Platz und Datenrate, so daß man die Videodatenrate wieder etwas erhöhen kann. Es empfiehlt sich im Vorfeld, die möglichen Datenraten im Vorfeld genau zu kalkulieren (siehe Bitbudget unten).
Wer den TMPGenc nutzt, findet bei Riu del- Negro aus Portugal eine Seite mit sehr nützlichen Einstellungshinweisen für diesen Encoder.

Welche Datenrate stelle ich beim MPEG-2-Encoding ein? (Bitbudget)
Die Videodatenrate bestimmt die Videoqualität. Sie wird beschränkt durch die festgelegte maximal zulässige Datenrate bei der DVD, durch die Codierung und Anzahl der Audiospuren, durch die Anzahl der Untertitel und bei Multiangle-DVD's auch durch die Anzahl der umschaltbaren Videospuren. Wegen dieser recht komplexen Abhängigkeiten sollte man vor dem Encoding anhand eines BitBudgets durchrechnen, wie hoch die Bitrate beim Encoding jeweils gewählt werden kann. Dabei hilft die Excel-Datei "BitBudget" von Bruce Nazarian. Alternativ gibt es das etwas komplexere simpleBIT-Budget-Tool von Michael Schmidt. Kritisches Videomaterial (harte Konturen, starke Kontraste, schnelle Kameraschwenks, schnellen Objektbewegungen, schnelle Schnitte, körniges Material u.ä.) sollte man entweder mit möglichst hoher Bitrate (ab 8Mbit/s) encoden oder – falls das nicht möglich ist – vorher einen Test von einer kurzen, kritischen Stelle mit verschiedenen Bitraten anfertigen. Falls man auf niedrige oder mittlere Datenraten angewiesen, genug Zeit und geeignete Hardware vorhanden ist, lohnt sich ein Versuch mit einem alternativen MPEG-2 Encoder (siehe oben).

Wie bekomme ich Flash-Animationen so gut wie möglich auf eine DVD-Video?
Ganz davon abgesehen, daß für Video-Animationen das Programm Adobe After Effects die erste Wahl wäre, kann man auch Flash-Animationen mit etwas Aufwand in ordentlicher Qualität auf eine DVD-Video bannen. Dazu exportiert man die Animation entweder als Quicktime-Film (nicht komprimiert, notfalls JPEG-hohe Auflösung) oder alternativ einzelbildweise im PNG-Format (verlustfrei). Als Auflösung (Bühnengrösse) sollte man für PAL 4:3 unbedingt die berühmten 768 x 576 Pixel wegen der späteren Verzerrung in PAL einstellen. Beim MPEG2-Encoding aus QuickTime Pro übernimmt der Encoder gleichzeitig die Wandlung in das 720 x 576 Format. Falls man alternativ auf den einzelbildweisen PNG-Export zurückgreifen muss, lädt man die zahlreichen Einzelbilder dann in Final Cut Pro und rendert diese dann im entsprechenden Format zusammen.
Doch Vorsicht: Gestaltung für TV unterscheidet sich von der Gestaltung für den Computermonitor. Zu helle Farben, zu scharfe Kontraste, zu feine Elemente sind immer kritisch. In Adobe After Effects lassen sich Flash-Animationen leicht importieren und anpassen. Mit Final Cut Pro ist die Bearbeitung ebenfalls leicht möglich: Hilfreich ist die Nachregelung der Farben bzw. der Filter »sendefähige Farben«. Als nützlich hat es sich auch erwiesen, ein leichtes Rauschen (Störungsfilter) bei zu glatten Flächen zu erzeugen. Eine ganz leichte vertikale Unschärfe (0,4 bis 0,8 in Photoshop) wirkt gegen das Flimmern bei dünnen Linien und harten Kanten. Vor allem ein »Frame-Blending/Motion-Blur« Filter bewirkt fast immer Verbesserungen in der Videodarstellung am TV. Die meisten der genannten Anpassungen sind eigentlich nur mit einem angeschlossenen TV-Gerät zu kontrollieren.
Der fertige Film muss schließlich noch nach MPEG2 gewandelt werden. Da Animationen meist kritisch für die MPEG-Kompression sind, sollte man auch einen guten MPEG-Encoder á la TMPGenc bemühen (siehe oben).

Audio Encoding

Welches Audioformat ist für die DVD-Video zu empfehlen?
Man sollte prinzipiell Audio komprimiert auf der DVD speichern, weil sonst unnötig Platz verbraucht und/oder die Videodatenrate in Bezug zur möglichen Gesamtdatenrate eingeschränkt wird. Die beste Player-Kompatibilität erreicht man mit der AC-3 Codierung, die man mono, stereo ... bis 5.1 in A.Pack (liegt DVD Studio Pro bei) herstellen kann. MP2-Audio ist mit manchen DVD-Consumer-Playern nicht abspielbar.
Generell ist es zur korrekten Initialisierung mancher Player nützlich, etwa 2 Sekunden stillen AC-3-Ton (kombiniert mit schwarzes Video) als Startup zu verwenden.

Wie stellt man das AC-3-Encoding in A.Pack ein?
Die Einstellmöglichkeiten sind in A.Pack recht umfangreich. Sie alle zu beschreiben, würde selbst in Kurzform den Rahmen dieser FAQ sprengen. Die standardmäßig angebotenen Dialoge sollten vor allem in folgenden Parametern angepasst werden:
Für Stereo reicht eine Datenrate von 192 für 5.1 von 384 kbps meist aus, die jeweils nächsthöhere Stufe ist eigenlich immer makellos.
Die Dialog-Normalisierung mit -31dB beeinflusst das Material am geringsten.
In »Preprocessing« sollte NONE gewählt werden, wenn das Material für die DVD korrekt abgemischt wurde.
Gut beschrieben sind die vollständigen Einstellungen im Buch von Uli Plank (Link oben).

OS-X MultiUser, Dateitransfer

Wie installiere ich unter MacOS X eigene Anwendungen, wenn ich keine Administratorrechte besitze?
Legen Sie in Ihrem Homeverzeichnis einen Ordner Applications an. Fast alle hier beschriebenen Anwendungen lassen sich dort ablegen und auch von dort starten. Ziehen Sie bei Bedarf diese Anwendungen für den schnellen Zugriff in die Favoritenliste (als Alias) oder in das Dock. Wenn Sie ein Homeverzeichnis auf einem Netzwerkserver nutzen (via LDAP oder NIS), können Sie nun von jedem Rechner darauf zugreifen.

Wie kann ich Videodaten zwischen MacOS X, Windows oder Linux/Unix kopieren?
Eine besonders effektive Methode, um die Daten im Netzwerk auszutauschen ist FTP. Das trifft insbesondere auf Dateigrößen über 2 GB zu.
Den in MacOS X integrierten FTP-Server (wie auch den Windows SMB-Server) können Sie nur mit Administratorrechten starten. Sehen Sie mal in den Systemeinstellungen unter FileSharing nach, ob der Server gestartet ist. Hier erfahren Sie auch die IP-Nummer des Rechners und können darüber nach Authentifizierung aus dem gesamten Internet auf die offenen Verzeichnisse zugreifen, falls der Server gestartet ist.
Alternativ können Sie mit einem FTP-Client (z.B. Fetch) vom Mac aus auch auf einen PC zugreifen, so dort ein FTP-Server aktiv ist und Zugriffsrechte bestehen. Erfahrene Unix-Nutzer nutzen auch gern das Terminal, wenn kein FTP-Browser installiert ist.

Alternativ kommt man auch mit einer externen Firewire/USB 2.0 Festplatte weiter.
Wer die Festplatte vorrangig zum Datenaustausch zwischen den Welten benötigt, sollte die Platte am Macintosh mit einem FAT32-Filesystem formatieren (Festplatten-Dienstprogramm: MS-DOS). NTFS wird unter Mac OS X ab Version 10.3 lesend unterstützt.
Für die Nutzung von Mac-Filesystemen (HFS,HFS+) am PC stehen verschiedene Zusatzprogramme bereit: Die Freeware-Produkte HFVExplorer für Windows oder hfs utils für Unix/Linux-Systeme stellen einen separaten Browser bereit. Kommerzielle Lösungen, etwa von Mediafour und Dataviz, bieten einen »echten Treiber« für Windows.

Für kleine Dateien sind auch USB-Sticks (Flash-ROM) von Interesse, die i.d.R. mit dem FAT32 Filesystem ausgeliefert werden und unter Mac OS X normalerweise problemlos laufen.

Wenn ich ein DVD-Projekt einschliesslich Assets auf einen externen Datenträger bewege, gehen die Asset-Verlinkungen verloren. Wie bringe ich ein DVD-Studio-Projekt einschliesslich verbundener Assets auf eine DVD-ROM?

DVD Studio speichert die Links zu den Assetdateien nicht relativ, da es im Praxiseinsatz wegen der Datenmengen und der Teamarbeit häufig notwendig ist, die Assets auf verschiedenen Festplatten aufzubewahren. Leider fehlt in DVD Studio momentan noch ein Medienmanager, wie er bspw. in FCP realisiert ist.
Um eine »saubere« Speicherung des Projektes auf DVD-ROM zu erreichen, ist der Weg über das Anlegen einer IMAGE-Datei (.dmg) empfehlenswert:

  1. Im Festplatten-Dienstprogramm »Neues Image« anlegen (Größe: DVD-R, beschreibbar). Das Image wird als Volume gemounted und erscheint auf dem Desktop.
  2. DVDSP Projektdatei und Assets auf das neue Volume kopieren.
  3. Assets neu verlinken. Dazu müssen vorher die alten Links »unbrauchbar« gemacht werden, z.B. durch Auswerfen eines Volumes oder durch vorübergehendes Ändern eines Ordnernamens.
  4. IMAGE-Datei mit dem Festplatten-Dienstprogramm auf die DVD-ROM brennen.

Import von analogem Filmmaterial

Wie lassen sich analoge Hi8-Filme möglichst einfach in Final Cut Pro importieren?
Am Einfachsten geht das tatsächlich mit einem Digital8 Recorder/Camcorder (Sony). Diese Geräte können DV-Video und 48kHz Ton auf 8mm Bändern speichern, lesen aber auch analoge Hi8-Bänder. Der eingebaute A/D-Wandler ist von hervorragender Qualität. Selbst die Digitalisierung von einer beliebigen Videoquelle über den FBAS-(Cinch-) oder den S-Video-Anschluß ist damit in ordentlicher Qualität (einschließlich synchronem Audio) möglich. Voraussetzung für Letzteres ist ein Gerät mit (freigeschalteter) DV-IN-Schnittstelle.
Beim Import in Final Cut Pro sind noch einige Dinge zu beachten, da analoges Material keinen Timecode liefert:
1.) Das D8-Gerät mittels Firewire mit dem Mac verbinden und einschalten. Dann den Mac einschalten.
2.) Wenn die Hardware betriebsbereit ist, FCP starten.
3.) In den Voreinstellungen von FCP 3 MUSS (!) die PAL DV-Synchronsteuerung deaktiviert werden. Statt dessen muss "Non-controllable device" angewählt werden.
4.) In den Voreinstellungen von FCP 3 sollte die Autosync-Korrektur aktiviert und auf 5 Sekunden eingestellt werden.
5.) In den Aufnahme-Voreinstellungen darf 48 kHz ausgewählt werden.
6.) Im "Capture & Log"-Fenster erscheint dann nur noch die Option "Direct Capture".
7.) Das D8-Gerät starten. Im "Capture & Log"-Fenster muss nach einem kurzen Moment das Videobild zu sehen sein.
8.) Button "Direct Capture" drücken.
Einige Digital8 Geräte (z.B. SONY GV-D200E) besitzen den TBC- und den DNR-Filter. Damit kann die Bildqualität gerade bei analogem Quellmaterial meist deutlich verbessert werden.
Mit der Menue-Option "Auf Band ausgeben" läßt sich (auch nach dem Schnitt) ein neues Digital8 Masterband herausspielen (sogar auf die alte Kassette).

Anmerkung:
Bei aller Miniaturisierung und miniDV-Euphorie sollten die praktischen Vorteile der Digital8-Technik nicht unterschätzt werden: 8mm Bänder sind preiswert, robust und es passt sehr viel drauf (derzeit bis zu 95min bei bester DV-Qualität). Digital8 steht gegenüber miniDV preislich gut da. Die Camcorder sind zwar recht groß aber eben auch robust und es lassen sich Stamina-Akkus mit 10h Aufnahmezeit benutzen. Die D8-Geräte haben immer einen optischen Sucher und recht große LCD's. Vor Allem sind sie in vieler Hinsicht abwärtskompatibel (Hi8-Format, 8mm Bänder, Akkus, 11mm Objektive usw.)

DVD-Video Design

Warum sind meine Menüs bei der Wiedergabe auf einem Fernseher beschnitten? Auf einem Software-DVD-Player am Computer werden Sie korrekt angezeigt.
Am normalen Fernseh-Monitor werden Videobilder an den Rändern nicht vollständig dargestellt (Overscan). Mit Studiomonitoren (und wenigen Fernsehgeräten) besteht die Möglichkeit, das gesamte Bild im "Underscan"-Modus und damit bis zum Rand anzuzeigen, indem es verkleinert dargestellt wird. Um den Overscan-Effekt zu vermeiden, halten Sie beim DVD-Menüdesign, bei der Generierung von Titeln und Untertiteln sowie beim Videoschnitt die vorgeschriebenen Randbereiche frei von Text und anderen wichtigen Informationen. Eine Designvorlage für PAL und NTSC Video stellen wir hier bereit. Sie eignet sich für den direkten Import in DVD Studio Pro, Photoshop, FinalCut Pro oder auch, um einen Fernseher zu testen, wenn für ein definiertes Wiedergabegerät produziert wird.

Warum werden meine in Photoshop erstellten Menüs beim Import in Finalcut Pro oder DVD Studio Pro verzerrt dargestellt?
Leider werden die Pixel bei PAL und NTSC nicht genau quadratisch dargestellt. Das ist insbesondere bei kreisrunden Objekten leicht zu sehen. Für das PAL 4:3 Seitenverhältnis empfiehlt es sich, das Design in der Auflösung 768 x 576 Pixel zu erstellen (bei PAL 16:9: 1024 x 576). Vor dem Export wird das Bild dann immer nach 720 x 576 Pixel gestaucht (72dpi !), was auf dem Computer dann vielleicht merkwürdig aussieht, auf dem Fernseher aber stimmt. Um die Textdarstellung und die Grafikeffekte in guter Qualität zu erhalten, sollte das notwendige Rastern der Ebenen erst NACH dem Stauchen erfolgen!

Wie gehe ich vor, um Fotografien für das PAL-Fernsehen einzuscannen und vorzubereiten (z.B. für eine DVD-Slideshow)?
Beim Scannen hängt alles von der Qualität des Ausgangsmaterials ab. Es versteht sich von selbst, eine deutlich größere Datei zu scannen, als letztlich gebraucht wird, damit Bearbeitungsreserven vorhanden sind. Die qualitative Nachbearbeitung in Photoshop kann an dieser Stelle wegen der vielen Facetten nicht aus führlich behandelt werden. Hier trotzdem einige allgemeine Tips zur Bildvorbereitung in Photoshop:
Für 16:9 wie fuer 4:3 benutzt man zunächst die Rechteckauswahl mit der Option "Art: Festes Seitenverhältnis" und trägt entsprechend die Werte 16/9 oder 4/3 ein. Dann wird die Auswahl aufgezogen, bis der Bildausschnitt der Wahl erreicht ist und stellt diesen frei. Damit sind die Proportionen festgelegt, jedoch die Aufloesung noch nicht korrekt eingerichtet. Nach abschliessender Bildbearbeitung (Tonwertkorrektur, Gradationskurven, Farbkorrektur...) wird die Bildgrösse zunächst bei 16:9 auf 1024 x 576 Pixel und bei 4:3 auf 768 x 576 Pixel skaliert (Bildmenü -> Bildgrösse). Wenn alle Proportionen stimmen (Overscan beachten, siehe oben), werden die Bilder auf die für das Schnitt- oder DVD-Authoring-Programm benötigte Endgröße horizontal gestaucht (ohne "Proportionen erhalten" Option): 720 x 576 Pixel
Zuletzt sollte die Auflösung in dpi unbedingt noch korrigiert werden: Bildmenü -> Bildgrösse, Option "Bild neu berechnen mit" abwählen und dann den Wert auf 72 dpi einstellen.
Die so vorbereitete Datei sollte sich in allen PAL-Projekten leicht weiterverarbeiten lassen.
Falls größere Mengen gleichartiger Bilder z.B. von einem digitalen Fotoapparat immer in gleicher Weise gewandelt werden sollen, lohnt sich ein Blick auf das legendäre Batch-Verarbeitungs-Programm GraphicConverter für Mac OS von Thorsten Lemke. Hier kann man auch gleich noch den Kontrastbereich für Video reduzieren (16-235) oder eine leichte vertikale Unschärfe (Blur-Effekt; 0,4 bis 0,8) anwenden, um Flimmern zu vermeiden.

Warum reagiert der DVD-Player langsam, warum funktionieren Mouseover-Effekte auf dem PC nicht? (Ebenenmenüs bzw. Echtfarbmenüs!)
Der DVD-Standard unterstützt eigentlich keine Buttons (Untertitel usw.) mit mehr als 4 Farben (2Bit). DVD Studio wendet hier mit den Ebenenmenüs den Trick an, für jeden Button ein eigenes Menü zu exportieren, in dem dann die »Echtfarbbuttons« in den Hintergrund eingebettet werden. Die Buttons sind dann mit Auto-Actions belegt, so dass bei jedem Buttonwechsel auch das Menü gewechselt wird. Viele Player wirken bei der Navigation durch die häufigen Menüwechsel in der komplexen Struktur recht zäh (weil ja der Laser immer neu positioniert werden muss) und die Möglichkeit der komfortablen Maussteuerung (Mouseover) am PC geht verloren. Professionellere Produkte als DVD-Studio bieten daher diese Möglichkeit erst gar nicht an und man findet auf Hollywood-DVDs auch keine Echtfarbmenüs. Zudem können die Ebenenmenüs natürlich nicht vertont werden.
Aber auch mit 2-Bit-Bildern lassen sich erstaunlich viele Möglichkeiten der Buttongestaltung realisieren. Wie das erstmal ganz einfach geht, steht z.B. in dem Artikel von Beth Cataldo. Der etwas ältere Artikel von Alex Alexzander beschreibt alles Wissenswerte zu Menüs in einem Tutorial, welches zwar für DVD SP v2 geschrieben, aber prinzipiell noch gut verwendbar ist. In den Artikeln von Dave Nagel findet man etwas zu Motion Mask Buttons u.v.m.. Nicht zuletzt ist in dem Buch von Uli Plank das Thema ausführlich erklärt, z.B. wie man 3D-Effekte mit 2-Bit-Grafiken erstellen kann.

Warum werden meine Overlay-Grafiken verschoben dargestellt, obwohl sie in Photoshop exakt angelegt sind?
Leider muß man mit diesem Effekt leben und Abweichungen von bis zu 4pt beim Design berücksichtigen. Das betrifft Consumer- und Software-Player. Man hat Glück, wenn nur für ein bestimmtes Player-Modell produziert wird, da kann man die Abweichungen testen und das Design anpassen.

Wo finde ich brauchbare Gestaltungsvorlagen für DVD-Verpackungen, Labelfilm, Logos usw.?
Zum Beispiel beim größten europäischen DVD-Produzenten: Sony DADC in Salzburg. In der Download-Rubrik stehen Templates (leider nur für QuarkXpress) zur freien Verfügung. Außerdem erfährt man hier Einiges über die Vervielfältigung und Distribution (und was dafür vorzubereiten ist).

Consumer Player + Kompatibilität

Beim Testen der gebrannten DVD's auf Consumer-Playern treten Probleme bei der Navigation auf. Woran kann das liegen und was kann man dagegen tun?
Es hat sich herausgestellt, dass sich viele Probleme mit Consumer-Playern ausräumen lassen, wenn man als Startup ein Dummy-Video erstellt. Dazu erzeugt man zuerst ein leeres Menü, legt einen schwarzen MPEG2-Clip von mindestens einer Sekunde hinein (es darf auch gerne die eigene Logoanimation oder ein Copyright-Hinweis sein), ergänzt das Ganze um einen (ggf. stummen) AC-3 Ton gleicher Länge und legt noch einen einzelnen (funktionslosen) Button an. Diesem Button wird ein (ggf. unsichtbares) PICT-Overlay zugeordnet (es kann einfach weiss sein). Per Timeout springt man nun zum ersten realen Objekt (Stillmenü, Motion-Menü oder einfach ein Video).

Einige Consumer DVD Player zeigen gelegentlich trotzdem merkwürdige Effekte mit gebrannten DVDs.
Wenn Sie die DVD mit einem aktuellen Software-DVD-Player erfolgreich getestet haben, kann man grob sagen, daß die Player oder die Rohlinge (siehe unten) das Problem sind. Merkwürdigerweise sind es manchmal gerade die teuren Marken-DVD-Spieler, die mit den DVD-R nicht zurecht kommen. Das haben wir insbesondere dann beobachtet, wenn aufwändiges Scripting oder längere Stories verwendet wurden.
Falls beim Authoring NVRAM verwendet wurde, muß der DVD Player das explizit unterstützen! Es gibt zur Zeit nur sehr wenige Gerätetypen dafür am Markt, z.B. von Philips und Pioneer.
Wenn ein aktueller Software-DVD-Player die gleichen Navigationsfehler wie die gebrannte DVD im Consumer-Player zeigt, gibt es ein Problem mit Ihren Projektdaten oder mit der DVD Authoring Software. Wenn Sie sicher sind, daß Ihr Projekt in Ordnung ist, hilft vielleicht schon ein Software-Update.
Eine weitere Möglichkeit, warum eine DVD-R im Softwareplayer funktioniert und im Consumer-Player nicht, liegt unter Umständen am Namen des Ordners: »VIDEO_TS« sollte man keinesfalls in Kleinbuchstaben ändern!

Gibt es DVD-Rohlinge, die sich für das Abspielen auf Consumer Playern besonders eignen?
Durchweg gute Erfahrungen haben wir mit DVD-R und DVD-RW von Verbatim, den DVD-R von Apple, den DVD-R von Sony und DVD-RW von Memorex gemacht. Manche Consumer-Player funktionieren auch tadellos mit Scheiben, die wir mit NoName-Produkten gebrannt haben. Ärger gab es schon mit den DVDs von Dutzenden anderen Herstellern, die hier ungenannt bleiben sollen.
Manchmal hilft es auch, die Brenngeschwindigkeit zu drosseln, um kompatiblere DVD-R zu bekommen.
Auf www.dv.com gibt es einen umfangreichen Kompatibilitätstest von Ralph LaBarge (Die Seite erfordert eine kostenlose Anmeldung). Nicht alle DVD-Brenner funktionieren mit allen DVDs. Dazu empfiehlt sich ein Blick auf www.dvdrhelp.com mit diversen Testergebnissen und Erfahrungsberichten zu Brennern, Playern u.v.m..
Außerdem gibt es einen sehr umfangreichen Test von DVD Rohlingen (30 Marken) in der Zeitschrift c't 25/2002, der in den Folgeausgaben immer mal ergänzt wurde.

Das Videomaterial sieht beim Abspielen auf dem DVD-Player am TV zu dunkel aus. Wie kommt das?
Das Video überschreitet vermutlich den zulässigen Weißpegel für ITU-601 (Broadcast-Norm). In dem Fall sollte in FCP der Filter "Brodacast-Safe" bzw. "Sendefähige Farben" das Problem lösen.

DVD Studio Pro Scripting

Meine Variablen werden auf einigen Playern leider nicht korrekt gesetzt, obwohl das Debug im Preview einwandfrei funktioniert. Was kann ich tun?
Manchmal werden Initialisierungsvorgänge für den korrekten Ablauf von Scripts benötigt.
Das Institut für Medienforschung (Braunschweig) gibt dazu folgenden Tip, der auch bei uns schon für verbesserte Kompatibilität gesorgt hat:
»Das allererste anzuspringende Objekt sollte nach unserem aktuellen Forschungsstand ... ein Dummy-Motion-Menu sein. Das heisst:
1. Im Graphical View ein leeres Menü erzeugen.
2. Einen schwarzen MPEG2-Clip von mindestens einer Sekunde reinpacken (es darf auch gerne die eigene Logoanimation oder Copyright-Hinweis sein.
3. Eine (ggf. stummen) AC-3 Ton gleicher Länge reinpacken.
4. Einen einzelnen (funktionslosen) Button anlegen.
5. Diesem Button eine PICT-Overlay zuordnen, es kann einfach weiss, also unsichtbar, sein.
6. Per Timeout zum 1. realen Objekt springen, das kann ein Stillmenü, Motion-Menü oder einfach ein Video sein.
(Das Ganze hat was mit dem Abstraction-Layer von DVDSP zu tun und ist ziemlich kompliziert zu begründen).«

Untertitel

Kann ich vorhandene Untertitel-Texte in den Subtitle Editor/DVD Studio importieren?
Eine Möglichkeit die Untertitel für DVD Studio Pro ausserhalb des Authoring Programms zu erstellen, ist die Verwendung von STL-Dateien. Dafür bietet das Tool Annotation Edit von Reinhard Möller umfangreiche Hilfestellung für den Untertitel-Experten. STL-Dateien werden übrigens auch von andern Programmen im Umfeld von Film- und Soundbearbeitung bzw. Multimedia-Authoring unterstützt.
Zur Umwandlung von Timecode für PAL/NTSC-Projekte oder zur Umwandlung von Disk- oder Track-Objektbeschreibungen aus DVDSP ins STL -Format hält Michael Schmidt einige sehr nützliche Tools bereit.

Wie kann ich meine MPEG2 und AC-3 Daten für die Untertitelung im Subtitle Editor bzw. in STL-Edit benutzen?
Jede von QuickTime abspielbare Datei ist für die Untertitelung nutzbar. Um MPEG2 und AC-3 in QuickTime abzuspielen, werden entsprechende zusätzliche Codecs benötigt (siehe oben).
Alternativ kann man beim Encoding gleich noch eine zweite Fassung für die Untertitelung herstellen. Dabei ist eine Fassung mit deutlich geringerer Qualität und portabler Dateigrösse praktisch, es kommt nur auf die exakte Übereinstimmung der Länge an.
Eine schnelle und elegante Möglichkeit, den schon fertigen MPEG2 Film in ein QuickTime-Format zu wandeln, bietet sich mit dem Freeware Tool DIVA von 3ivx Technologies (!!). Zum Encoding und Abspielen wird zusätzlich der frei verfügbare 3ivx-Codec (MPEG4) benötigt. Beim Wandeln in DIVA empfiehlt es sich aus Geschwindigkeits- und Qualitätsgründen, die Bildgröße ganzzahlig zu verringern (z.B. von 720 x 576 in 360 x 288 oder 240 x 192).

Warum werden meine Untertitel unscharf oder verzerrt dargestellt?
DVD Studio ist nicht unbedingt für grafisch hochwertige Untertitel bekannt. Deshalb empfiehlt sich, wenn man typografische Mindestansprüche hat, die Erstellung von UT-Grafiken in anderen Programmen. Man kann dafür Photoshop verwenden oder auch den sehr praktischen Belle Nuit Subtitler. Die produzierten Untertitel werden dann als Grafiken an DVD SP übergeben. Bei anamorphen Untertiteln muss man noch etwas mehr Mühe aufwenden: Schmale Schriftschnitte verwenden, keine Serifen, geschickt platzieren. Die fehlende Anpassung bei den verschiedenen Darstellungen (4:3/16:9) ist kein Problem von DVD Studio sondern ein Problem des Standards.

Weitere nützliche Links

Erste Adresse zum DVD Standard von Jim Taylor
Forum zu allen Themen rund um digitale Videobearbeitung
DV-Format: Drehen & Schneiden, Technik & Erfahrungsberichte von Profis (Online-Seminar) (d)
DV CODEC Pathologie, Tips zur Textgestaltung
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DVD Infos und Tips von Mark Johnson
DVD Grundlagen, Tipps und Tricks von Udo Frormann, Andreas Wienicke und André Strauch (d)
DVD Guides HUB von Riu del-Negru

© Michael A. Herzog, zuletzt geändert am 13.10.2011